Handlung
Die Produktion des ersten aller Heidi-Filme fällt in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Damals galt es für die Schweiz, nach aussen hin politisch und kulturell eine starke Identität zu formen und den Heimatbegriff (neu) zu definieren. Wer hätte hierzu besser Beihilfe leisten können als die Figur der Heidi aus Johanna Spyris gleichnamigem Roman? Heidi galt und gilt als Schweizer Mythos und Symbol für Swissness, und Heidi stand und steht für die Sehnsucht nach Tannenrauschen, nach Alpenglühen, nach heiler Welt. Als heranwachsendes Mädchen befindet sich auch Heidi in einem Prozess der Identitätsfindung. Doch beim Werden ihres Ichs wird Heidi zur Projektionsfläche und gerät in einen Strudel aus Missbrauch und Entwurzelung. Was steckt hinter dem Heidi-Mythos? Brauchen wir tatsächlich eine vollends heile Umwelt, um ein gesundes Selbst zu entwickeln? (Text Cinépassion)
Filmlänge
96 Minuten
Regie
Luigi Comencini
SchauspielerInnen
Elsbeth Sigmund, Heinrich Gretler, Thomas Klameth
Rating
6 freigegebenes Zutrittsalter ab 6 Jahren
Herstellungsjahr
1952
Herstellungsland
Schweiz
Sprache
Dialekt Fassung